Die  weiße  Weste

Neues Jahr, neues Glück!

Dies wollten wir gleich ganz zu Beginn des neuen Jahres umsetzten.

Voller Motivation trafen wir uns alle am Donnerstag in der Halle zur ersten Trainingseinheit.

Wir waren heiß auf den Pokal am folgenden Wochenende. Im Gegensatz zu den Temperaturen, die wir in der Halle vorfanden, glühten wir förmlich.

Gut, dass zu Anfang jeden Jahres der innere Schweinehund sich noch im Weihnachtsschmaus befindet. Durch die eine oder andere Serie Hampelmänner hielten wir uns warm. Gut vorbereitet und eingespielt. (Die eine oder andere Spielerin fand sich durch Personalnot und Grippewelle auf einer anderen Position als gewohnt wieder.)

 

Nachdem wir Samstag alle gut zur Halle geschlittert waren, starteten wir unser erstes Spiel gegen unseren neu erworbenen Angstgegner Lübeck 2. Tief in unserem Gedächtnis hatte sich die Niederlage in der Hinrunde der Liga eingebrannt. Wir starteten mit Sina und Rosi auf den Außenbahnen, Jenny und Juli im Mittelblock, Nessi fing auf der Diagonalposition an und Masi fand sich voller Vorfreude auf ihrer heimatlichen Zuspielposition wieder.

Der erste Satz ging gleich schleppend los. Ganz so eingespielt waren wir dann wohl doch noch nicht. Lübeck machte dort weiter womit sie in der Liga aufgehört hatten. Es kam ein Trick nach dem anderen. Gut eingestellt sammelten wir sie ein und verwandelten unseren K2 einigermaßen verlässlich. Im Aufschlag machten wir ordentlich Druck. Somit konnten wir den ersten Satz auf unserer Seite verbuchen.

Der zweite Satz dümpelte vor sich hin. Bis Sina bei der Landung nach einem Angriff mit dem Fuß umknickte. Elli kam dann für Sina auf das Feld. (Gute Besserung, Sina!)

Da waren es nur noch sieben.

Durch viele Eigenfehler besonders in unserem Angriff, den wir aus der Annahme phasenweise nicht durch bringen konnten, ging Lübeck in Führung. Die sie bis zum Ende nicht wieder abgaben.

Voll Motivation starteten wir in den dritten und entscheidenden Satz. Von Beginn an machten wir Druck im Aufschlag und Angriff. Jenny verwandelte über die Mitte fast jeden Angriff konsequent. Somit gewannen wir Satz und Spiel.

 

Glücklich über das Lübeck-Trauma, das wir nun überwinden konnten, machten wir uns bereit für das wohl schwierigste Spiel. Es ging gegen KTV7, Konzentration halten war die Devise und bloß nicht einlullen lassen.

Rosi viel mit Kopfschmerzen für dieses Spiel aus. Auch ein, zwei Ibus konnten sie zunächst nicht wieder spielfähig machen. Da waren es nur noch sechs.

So kam Merle für Masi ins Zuspiel, Nessi übernahm wieder die Diagonnalposition, Jenny und Juli waren im Mittelblock gesetzt und Elli und „Mufo“-Masi („Mufo“: Vogtsons Übersetzung für multifunktional) übernahmen die Außenpositionen.

Das Spiel startete mit einem echten Fehlstart. Doch weder wir noch KTV mussten sich dafür verantwortlich fühlen. Das Schiedsgericht hat einfach die Aufstellung so verkehrt aufgeschrieben, dass irgendwann auch der Punktestand verkehrt war. Wie das passieren konnte? Wir können uns das auch nicht erklären. Also einigten wir uns auf einen klassischen Neustart. Alles von vorn und los ging es. Der erste Satz wollte eigentlich nicht so viel Erwähnung finden. Gewonnen ist gewonnen. Dies könnte man über den zweiten Satz auch sagen, aber wir sind ja schließlich etwas selbstkritisch. Gerade einmal mit 25:23 konnten wir den Gegner niederringen. Kurzer Hand verloren wir unsere Annahme. Ohne Annahme keine Competition! So lagen wir den ganzen Satz über stets mit 2/3 Pünktchen zurück. Gott sei Dank fanden wir kurz vor Ende unsere Annahme und Angriffshärte wieder. Gewonnen ist gewonnen. Reden wir nicht weiter drüber.

 

Alle guten Dinge sind drei und so liefen wir zum finalen Finale gegen unsere eigene zweite Mannschaft auf. Und wie! Masi routierte wieder auf die Zuspielposition, Rosi war wieder genesen und übernahm mit Elli die Außenposition. Der Rest blieb wie gehabt.

Gleich zu Beginn erspielten wir uns durch starke Aufschläge, von der offensichtlich gedopten Rosi, eine 10:2 Führung. Elli fand immer wieder auch in schwierigen Situationen irgendwie eine Lösung im Angriff und wir ließen nicht locker bis der Ball bei den Gegnerinnen auf den Boden fiel. Satz 1 hatten wir somit schon mal gewonnen.

 

Satz 2 sah ähnlich aus. Einige kleine Unaufmerksamkeiten in der Annahme klauten uns ein paar Punkte Vorsprung, bis Masi am Ende durch einen Servicewinner den zweiten Satz beendete.

Da war das Ding!

 

Achtung Selbstkritik: Es ist ja nicht so, als würden wir uns nicht schon selber genug loben und als hätten wir den tosenden Ablaus unserer Fans nicht verdient, doch leider müssen wir zugeben rausgefunden zu haben, dass die Mädels von Siggi jeden ersten Angriff mit einem Trick beenden sollten. Nunja, gewonnen ist gewonnen! Schließlich hätten wir nicht gedacht überhaupt eine spielfähige Mannschaft auf das Paket zu bringen.

 

Als nächstes steht ein Auswärtsspiel gegen Eckernförde auf dem Programm. Wir hoffen den einen oder anderen von euch am Samstag den 14.1. in Eckernförde begrüßen zu dürfen!

 

Bis dahin,

 

Eure Wikingerinnen

 

 

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