Wikinger 2.0 - mit neuem Trainer in die Verbandsliga 2015/16

Bei den Volleyballern vom WSV läuft in der neuen Spielzeit so einiges ganz anders – aber das Wikingerherz schlägt wie immer regelmäßig und heftig.

Der langjährige Spielertrainer Frodo – änderte nach der Heirat seiner Holden nicht nur seinen Nachnamen (Freund), sondern auch seinen volleyballerischen Schwerpunkt gen Hamburg. Dort trainiert der lizensierte B-Trainer die erfolgversprechende Verbandsliga Damenmannschaft vom Hummelsbütteler SV. Auch pfeift er jetzt diverse Bundesligaspiele im Frauen - und Männerbereich im norddeutschen Raum.


Zum Glück für den WSV bleibt er seiner alten Männermannschaft aber in der Form erhalten, dass er bei den meisten Punktspielen an Bord ist und so die Wikinger um eine Strafzahlung an den Verband von stolzen 1250 € (wegen nicht erfüllter Trainerpflicht) herum kommt.


Der Wikingerkader hat sich im Vergleich zur letzten Saison leicht verändert und so ist man nach den Abgängen von Girolami (Babypause), Hoffmann (KTV I Regionalliga) und Warnecke (Auslandssemester USA) noch auf der Suche nach ein paar schlagkräftigen Jungrecken, um den hohen Zielen des Trainers und der Mannschaft (Meisterschaft) gerecht werden zu können.


Zum Glück trainiert Naumann nach überwundener Achillessehnenruptur wieder regelmäßig mit und mit Linde konnte ein hoffnungsvoller Universalspieler gewonnen werden. Eventuell steht auch Jungstar Smalla, derzeit auf Sylt beim Roten Kreuz als Rettungssanitäter im Einsatz, bald wieder zur Verfügung. Er hat ein Angebot von der Berufsfeuerwehr Kiel erhalten und muss jetzt nur noch den Wesenstest bestehen.


Die beiden Vorbereitungsturniere in Kiel und Bremen (jeweils Platz 2) lassen auf jeden Fall schon Einiges erwarten. Auch die ersten Spiele in der Verbandsliga liefen nach Plan von Trainer Pleß, und so konnten Strande II, Rangenberg, Busdorf, Mettenhof II und Strande I mit Glück bezwungen werden.


Wikinger in der Nahaufnahme oder die Wahrheit und nichts als sie :


Banck spielt zur Zeit in der Form seines Lebens und das ist auch gut so, denn er und Oldie Schreiber sind momentan die einzigen Mittelblocker im geschrumpften Reckenkader. Er trainiert seit einiger Zeit immer mit einer langen Trainingshose (einer Schlafanzugbüx nicht unähnlich), um seine anfällige Muskulatur in den harten Trainingseinheiten nicht auskühlen zu lassen – der Erfolg gibt ihm recht. Auch das Beinahefiasko beim Stammgriechen, als die attraktive aber ein wenig vorwitzige Bedienung ihm einen kleinen Streich spielen wollte und ihm vegetarische Nahrung anbot, konnte ihn nicht aus der Bahn werfen.


Bierwart Durak hat alles im Griff und seine Hopfenliste immer auf dem aktuellen Stand – auch wenn er mal eingewechselt wird, stellt er sich meist gar nicht so ungeschickt an. Wenn man von der Eröffnungspartie gegen die Strander Nachwuchsauswahl absieht, wo er versehentlich mit dem gegnerischen Zuspieler unter dem Netz kollidierte und ihn außer Gefecht setzte. Er muss sich noch an das harte Mannschaftstraining von Sergeant Pleß, der gerne mit Bestrafungen arbeitet und seine Schützlinge des Öfteren in den Liegestütz zwingt – nicht Duraks Stärke -, gewöhnen.


Unser Frodo konnte wegen oben genannter Gründe bisher kaum am Mannschaftstraining teilnehmen, zeigte in seinen wenigen Einsätzen aber immer eine ordentliche Leistung. Nicht ganz einfach für ihn, dürfte die in dieser Saison neue Situation sein, im Wettkampf nicht mehr das Zepter der Macht in der Hand zu haben. In ersten Spielen zeigte er aber keine größeren Eingliederungsprobleme in die Rolle eines „normalen“ Feldspielers.


Auch Diagonalangreifer Jarr wurde in der Sommerpause geehelicht und durfte sogar seinen Namen behalten, wenn er langfristig auf der Viehwaage zweistellig bleibt. Bisher sieht alles ganz gut aus und die alten Trikots mit den aberwitzigen Kleidergrößen (unzählige X`e vorm L) können im Keller bleiben. Auf dem Spielfeld zeigt er momentan Weltklasseleistungen. So bezwang er im ersten Spiel den SC Strande II, mit einer unglaublichen Erfolgsquote im Angriff von 95%, quasi im Alleingang.


Außenspezialist Lang (noch in wilder Ehe lebend) befindet sich gerade neben seiner Arbeit in einem hochschulischen Weiterbildungsprozess, der ihm alles abverlangt. Im Training ist er daher eher selten zu Gast und konnte deshalb noch nicht an die formidablen Leistungen der vergangenen Saison anknüpfen. Spielertrainer Pleß und Ältestenrat stehen aber voll hinter ihm und haben ihn vorerst wieder von der Transferliste gestrichen.


Mike Linde kam in der Sommerpause von unseren Freunden vom KTV zum Nulltarif zu den Wikingern und beweist mit seinen bisherigen Leistungen mal wieder den Satz:„Gutes muss nicht teuer sein!“. Der angehende Gymnasiallehrer passt mit seiner verbindlichen und freundlichen Art prima in den Reckenhaufen. Das für ihn noch ungewohnte, konditionell anspruchsvolle Verbandsligatraining macht ihm aber noch ein wenig zu schaffen. Man muss zu seiner Verteidigung aber auch sagen, dass er vor dem Übungseinheiten immer schon eine ausgiebige Fahrradtour zur Halle hinter sich hat, da er sein Auto nicht mehr bewegen darf (hat seine Fahrberechtigung verbummelt und kann sie seit Wochen nicht wiederfinden).


Außenkanone Naumann zeigt sich nach überstandener Verletzungspause wieder voller Spielfreude und auch Trainingsleistung sowie Wettkampfgewicht können sich wieder sehen lassen. Im ersten Einsatz im Ligabetrieb gegen die starke Strander Oldietruppe zeigte er eine ansprechende Leistung und wird den Recken im Kampf um die Meisterschaft noch gute Dienste erweisen.


Spielertrainer Pleß ist der neue Held der Wiker Volleyballer, denn er trainiert neben den Recken auch noch die ambitionierte zweite Damenmannschaft und hat daher alle Hände voll zu tun es allen recht zu machen. Nebenbei macht der angehende Lehrer auch noch die Trainerlizenz und brilliert durch sein Studium der Sportwissenschaften auch gerne im Training mit den neuesten Erkenntnissen aus der Trainingslehre.


Sportstudent Radü zeigt sich trainingseifrig und hat die Recken mit seinen Zuspielen schon zu einigen Siegen geführt. Angenehm seine ruhige und unaufgeregte Art auf und neben dem Feld und seine Offenheit, immer etwas dazu lernen zu wollen.


Mittelblocker Schreibers Einsätze in den Ligaspielen korrespondieren zwar nicht mit seinem tatsächlichen Leistungsvermögen auf dem Spielfeld, aber bei nur zwei Mittelmännern steht man eben häufiger auf dem Feld als es die Krankenkasse eigentlich zulässt.


Libero Steinmetz, auch schon zu den älteren Semestern gehörend, tobt immer noch wie ein Irrwisch bei seinen Abwehraktionen über den Wikingeracker. Besonders geschätzt ist seine Gabe beruhigend auf seine Mitstreiter gerade in kritischen Situationen einzuwirken.


Wurl wie guter Wein im Dress der Wikinger – das Alter scheint ihm nichts anhaben zu können, es macht ihn nur wertvoller. Ihm wurde es nach jahrzehntelangem Rumgehämmere auf den Ball zu langweilig und probiert sich jetzt im Zuspiel. Von der Technik und der Schnelligkeit ist dieses Unterfangen kein Problem – er muss nur noch lernen den Ball im Sprungpass für seine Mittelblocker mehr nach unten zu drücken, damit Banck und Schreiber auch mal an diesen herankommen.


Wieder im Team dabei ist zu Freude aller Rettungssani Smalla, der durch seinen Schichtdienst zwar nicht immer beim Training erscheinen kann, aber von dem man sich auf der Außenposition eine große Verstärkung verspricht.


Am 15. November geht es im Heimspiel gegen Eckernförde und Neumünster um die nächsten wichtigen Punkte zum Ziel Meisterschaft.


Über zahlreiche Zuschauer beim leckeren Büfett freuen sich die Wikinger.


DOC Schreiber

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